LED-Technik statt Leuchtstoffröhren

Metallcluster Waldeck-Frankenberg weist den Weg zum Energiesparen

V.l. Roland Marx vom Steinbeis-Transferzentrum, Frank Jäkel, Anton Pagendarm von der Firma Neuhauser, Udo Jäkel von der Firma Jäkel Maschinenmesser und Dr. Peter Sacher vom IHK-Servicezentrum Korbach. Foto: Schulten

Waldeckische Landeszeitung - Frankenberger Zeitung, Elmar Schulten / 03.12.2014
Hohe Strompreise sind ein wichtiger Faktor in jeder Firmenkalkulation. Die im sogenannten Metallcluster zusammengeschlossenen Unternehmen der Metall verarbeitenden Industrie haben einen Weg gefunden, ihre Stromrechnung zu senken. Das Metallcluster Waldeck-Frankenberg hat einen Rahmenvertrag mit der Unternehmensgruppe Neuhauser abgeschlossen, der es den angeschlossenen Betrieben ermöglicht, energiesparende Lampensysteme in ihren Werkhallen einzubauen.

Diemelstadt-Wrexen. Die Maschinenmesserfabrik Jäkel im Gewerbegebiet Wrexer Teich hat jetzt zwei ihrer drei jeweils rund 1200 Quadratmeter großen Produktionshallen an der Autobahnauffahrt mit neuen, energiesparenden Leuchtmitteln ausgestattet. „Die Investition von rund 25000 Euro wird sich innerhalb von zwei Jahren amortisiert haben“, rechnet Geschäftsführer Frank Jäkel vor.

Das war auch dank des Bundeszuschusses von 9000 Euro möglich. Aber auch ohne Zuschuss wäre die Investition sinnvoll gewesen.

Und wenn die neuen Lampen auch in drei Jahren noch das gleiche helle Licht geben, dann wird auch noch die dritte Halle umgerüstet.

Die neue Technik setzt auf energieeffiziente LED-Lampen der norddeutschen Unternehmensgruppe Neuhauser. Das Industrieunternehmen hat sich darauf spezialisiert, die besonderen Anforderungen für Produktionhallen zu erfüllen.

Neben der genau definierten Helligkeit am jeweiligen Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Lampen robust sind, rund um die Uhr zuverlässig arbeiten und sich möglichst kostengünstig in die vorhandene Infrastruktur einbinden lassen.

Die Firma Neuhauser hat dazu eine Möglichkeit entwickelt, Dutzende kleiner LED-Chips in einen Träger einzusetzen, der auf den ersten Blick an eine Leuchtstoffröhre erinnert und auch die gleichen Anschlüsse besitzt. Die Montage in vorhandene Lampenträger ist damit denkbar einfach: Es reicht, die Starter auszutauschen und den neuen Leuchtkörper einzudrehen. Je nach Bauart lassen sich zwischen 50 und 70 Prozent Stromverbrauch einsparen.

Eine herkömmliche, 1,50 Meter lange Leuchtstoffröhre mit 58 Watt plus 17 Watt fürs Vorschaltgerät lässt sich durch einen LED-Leuchtkörper mit 30 Watt Leistungsaufnahme bei 4100 Lumen Lichtausbeute ersetzen. Mit anderen Worten: mehr Licht bei weniger als halber Leistung.

Das für die LED-Chips nötige Netzteil ist in den Leuchtkörper integriert. Und das Beste: die LED-Lampen lassen sich auch noch elektronisch steuern und dimmen. Dadurch werden weitere energiesparende Anwendungen möglich.

Die waren in den Produktionshallen von Jäkel nicht nötig. Hier brennen die Lampen wegen des Drei-Schicht-Betriebes rund um die Uhr, meistens sogar am Wochenende.

Um das firmeneigene Energiekonzept abzurunden, hat das Unternehmen in den vergangenen Monaten auch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach ins­talliert. 90 Prozent der gewonnenen elektrischen Energie wird im Unternehmen selbst verbraucht. So lassen sich jedes Jahr beachtliche Summen sparen.

Bei der Umrüstung ihrer Beleuchtungstechnik hat sich die Firma Jäkel auf die Kooperationspartner des Metallclusters verlassen. Roland Marx vom Steinbeis-Transferzentrum Nordhessen und Dr. Peter Sacher vom IHK-Servicezentrum in Korbach haben mit der Firma Neuhauser den Rahmenvertrag für die Unternehmen im Metall- und Verpackungscluster ausgehandelt. Von den guten Konditionen profitieren alle beteiligten Unternehmen. Vom eingesparten Strom aus fossilen Energieträgern profitiert die Umwelt.

Über Neuenhauser Maschinenbau GmbH

Neuenhauser Energie Effizienz ist das neueste Geschäftsfeld der Neuenhauser Maschinenbau GmbH, einer Tochtergesellschaft der international agierenden Neuenhauser Gruppe. Die Holding besteht aus 27 unabhängigen Tochtergesellschaften und ist in den Bereichen Lohnfertigung, Textilindustrie und Automation, Nutzfahrzeuge, Maschinenelemente, Kompressoren-/Behälterbau, Umwelttechnik, regenerative Energien und Produkte für die Stahlindustrie aktiv. Neuenhauser beschäftigt über 2.100 Mitarbeiter und hat ihren Verwaltungshauptsitz im niedersächsischen Neuenhaus.

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Originalartikel:

http://www.wlz-fz.de/Lokales/Waldeck/Bad-Arolsen/LED-Technik-statt-Leuchtstoffroehren




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